Wie können die wohnungspolitischen Probleme in Zukunft gelöst werden? Detlev Pilger informiert sich im Gespräch mit Verbandsdirektor Alexander Rychter

 

Zu einem regionalen wohnungspolitischen Gedankenaustausch trafen sich Bundestagsabgeordneter Detlev Pilger und der Direktor des Verbandes der Wohnungs- und

Immobilienwirtschaft Rheinland-Westfalen Alexander Rychter. Die Veranstaltung fand im Mehrgenerationenwohnhaus von Modernes Wohnen Koblenz eG in der Goldgrube

statt und wurde von dem Vorstandsmitglied Reiner Schmitz geleitet. Das fachkundige Publikum kam überwiegend aus dem Bau- und Immobilienbereich.

 

 

Rychter vertritt in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen 427 kommunale Wohnungsunternehmen und Wohnungsbaugenossenschaften mit mehr als 1 Mio. Wohnungen.

Im Eingangsstatement berichtete Rychter über die vielfältigen bundespolitischen Probleme, um ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum zeitnah herstellen zu können.

Kurzfristig das Wohnungsangebot in vielen Bereichen in  Deutschland, aber auch in Koblenz, zu vergrößern, dürfte  schwierig werden. Pilger, ordentliches Mitglied im

Bundesausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Probleme der Wohnungspolitik werden in diesem Ausschuss mit behandelt. Das Resort

Wohnungsbau wird seit Jahren in den Kommunen, ebenso wie bei Bund und Land nicht mehr eigenständig geführt. Beide waren sich bei der Beurteilung der Schwierigkeiten,

die dadurch in der Vergangenheit entstanden sind, und mit zu den Zuständen am Wohnungsmarkt geführt haben, einig. Auch die Überregulierung am Bau mit mehreren

Tausend Vorschriften, Gesetzen und Normen, die es zu beachten gilt, wurden vom Publikum kritisiert. Bei der weiteren Diskussion war die Bebauung der Fritschkaserne

und der schwierige Umgang mit der Bima ( Bundesanstalt für Immobilienwesen ) das beherrschende Thema. Die Anwesenden waren sich einig, dass bei der europaweiten

Ausschreibung des gesamten Areals der Fritschkaserne durch die Bima die Interessen der Stadt Koblenz und der regionalen Wohnungswirtschaft keine ausreichende

Berücksichtigung finden werden. Alle hätten sich ein anderes Verhandlungsergebnis der Stadt Koblenz mit der Bima gewünscht.