Mitgliederversammlung 2017

 

Modernes Wohnen“ war 2016 wieder sehr erfolgreich

Mitgliederversammlung erstmals in eigenen Räumen

 

Erstmals in ihrer über hundertjährigen Geschichte tagte die Genossenschaft Modernes Wohnen in eigenen Räumen: Der große Vortrags- und Veranstaltungsraum des neuen Mehrgenerationenhauses in der Gutenbergstraße bot der vom Aufsichtsratsvorsitzenden Christian Freund geleiteten Mitgliederversammlung ein ideales Zuhause, das auch Gelegenheit zu harmonischen Aussprachen und Beschlüssen bot. Die Mitglieder hatten allen Grund zur Freude, übertraf doch das Geschäftsergebnis alle Erwartungen und ermöglicht erneut eine Ausschüttung von 4 Prozent Dividende an die 1430 Mitglieder bzw. Mieter.

 

             

 

Die größte Koblenzer Wohnungsgenossenschaft verfügt aber nicht nur über neue, eigene Räume, sie hat mit Nadine Schmitz auch eine neue Geschäftsführerin, wie der Aufsichtsratsvorsitzende eingangs mitteilte. Die einstimmig vom Aufsichtsrat gewählte 38jährige Diplom-Betriebswirtin (FH) stellte sich der Versammlung vor und berichtete über ihren beruflichen Werdegang, der 1998 als Auszubildende in der Genossenschaft begann. Nach der fast zwanzigjährigen Aus- und Weiterbildung wird sie nach Beendigung der Einarbeitungsphase Ende Oktober als Vorstandsmitglied gemeinsam mit Josef Staudt die Leitung des Unternehmens übernehmen. Der Mitgliederversammlung berichtete sie über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung des Jahresabschlusses durch den Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Die Genossenschaftsversammlung war aber auch ein Abschiednehmen vom langjährigen Vorstandsvorsitzenden Reiner Schmitz, der nach 35 Jahren – ehe er im Oktober in Ruhestand geht - letztmals den Geschäftsbericht und das Ergebnis des Jahresabschlusses vortrug.

Ausführlich schilderte er die Situation des Koblenzer Wohnungsmarktes, der insbesondere im Bereich der kleinen, bezahlbaren Wohnungen große Mängel aufweise. Rund 50 Prozent aller Haushalte bestünden nur noch aus einer Person. Angesichts der geringen Bautätigkeit würde das Wohnungsangebot für diese Singlehaushalte noch lange den Markt beherrschen. Aber auch bei den anderen Wohnungsgrößen drifte Angebot und Nachfrage immer mehr auseinander. In dieser Situation fehlt es für Reiner Schmitz an jeglicher Zusammenarbeit zwischen der Stadt Koblenz und den Genossenschaften. „Das Wohnraumversorgungskonzept von 2011/2012 hat für die Stadt nur noch Alibicharakter, zumal es nie in eine aktive städtische Wohnungspolitik mündete“, betonte er. Um vor Jahrzehnten den Bau des riesigen Berufsschulzentrums in der Beatusstraße zu ermöglichen, hatte die Stadt auch Grundstücke der Genossenschaft benötigt. Sie erhielt als Gegenleistung Grundstücke im Moselweißer Hang mit der schriftlichen Zusicherung, dass daraus Bauland werde. „Darauf warten wir heute noch!“ erklärte Schmitz.

Wie aus dem Geschäftsbericht des Vorstandes weiter hervorgeht, ist die Bilanzsumme der Genossenschaft um 5,4 auf 40,18 Mio. € gestiegen. Der Kassenbestand erhöhte sich von 2,9 auf 5,4 Mio. € und ermöglicht der Genossenschaft den nächsten Neubau in der Gutenbergstraße 10 ohne weitere Fremdmittel zu errichten.

Das noch fehlende Restkapital wird aus den Jahresüberschüssen während der zweijährigen Bauzeit erwirtschaftet. Die Erträge aus Mieten und Leistungen beliefen sich auf 6.48 Mio. €. Hierin sind auch 280.000 € der Wohnbau- und Finanz GmbH enthalten. Diese 100%ige Tochter der Genossenschaft führt Serviceleistungen aus und verwaltet auch 181 Wohnungen im Fremdeigentum.

Vom Jahresüberschuss der Genossenschaft werden nach dem Beschluss der Versammlung 1,22 Mio. € der Ergebnisrücklage zugeführt.

Christian Freund dankte Reiner Schmitz für den umfangreichen Bericht über die Arbeit des Vorstandes im abgelaufenen Jahr, mit dem er umfassende Rechenschaft gegenüber den Mitgliedern abgelegt und sich von ihnen schon vorab verabschiedet habe. Als äußeres Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte er Reiner Schmitz einen Präsentkorb.

Von den turnusmäßig ausscheidenden Mitgliedern des Aufsichtsrates wurde Detlev Pilger (MdB) wiedergewählt. Für Nadine Broll, die auf eine Wiederwahl verzichtete, zog Mia Justrie, Sebastian-Bach-Straße, in den Aufsichtsrat ein.